Glanzlichter im Advent

Zum Auftakt des Advent: St. Andreas 29./30. November

Markttermin im alten Nassau - St. Andrew's in Schottland

- Andrzejki in Polen -

 

Der „Grüne Kranz“ bietet Brauchtum und Spezialitäten zum Andreastag. Er gilt traditionell als Winterbeginn mit besonderen Bräuchen in Polen und Schottland.
Die Lageräpfel sind um diese Zeit reif zum Genuss und werden in Spielen und Bräuchen verwendet.

In Polen wird Andreas als „Andrzejki“ vor dem Fasten des Advent ausführlich begangen. Man feiert ausgelassen, isst und trinkt, gießt Wachs und spielt Apfeltunken. An dieses Brauchtum knüpft die Familie Nägler zum Andreastag an.

Der Grüne Kranz in der Oberstraße 44 kredenzt im bewährter Qualität ein polnisches Weihnachtsgedeck und auf Anfrage ein Andreasessen aus polnischen Spezialitäten der Vorweihnachtszeit.

Anfragen und Reservierungen gerne unter 06722-48 336.

 

Am 5./6. Dezember - „Nickeloos“ & „Santa Claus“

Im Rheingau und Mittelrhein war St. Nikolaus sehr wichtig, da alle Kapitäne in der Nikolausgilde zusammentraten. Sie regelte die Schifffahrt auf dem Rhein. Seit dem 16. Jahrhundert war die „Krone“ in Assmannshausen Gildehaus im Rheintal.
Bis heute erinnert die traditionelle Nikolauswallfahrt an die zentrale Bedeutung des Rotweinorts.

Noch wichtiger ist natürlich bis heute die Kinderbescherung. Verschiedene Legenden erklären das Stiefelfüllen und Orangen als traditionelle Nikolausgeschenke. Ursprünglich besuchte die Gestalt des Bischofs von Myra zur Inspektion mittelalterliche Schulen. Vom gleichermaßen strengen und gütigen „Speculator“ hat der Spekulatius seinen Namen, traditionell mit einem Bild des Heiligen. Die überraschende Wende kam 1822. Clement Clarke Moore's Gedicht „Twas the Night before Christmas“ brachte den Bischof erstmals mit Rentieren, Schornsteinen und der Weihnachtsnacht in Verbindung. Nikolaus wurde Santa Claus (Deckname „Kriss Kringle“), bekam Elfen, eine Werkstatt am Polarkreis, Außenstellen in verschiedenen Kaufhäusern, einen Anzug in den Farben eines beliebten koffeinhaltigen Kaltgetränks und wurde glitzernde Zentralgestalt us-amerikanischer Weihnachtsfeiern. Dafür folgt ihm seit 1955 in der Weihnachtsnacht alljährlich die Luftsicherung der US-Streitkräfte (www.noradsanta.org).

Egal, welcher reichen Tradition man folgen mag - der Nikolaustag wird in Rüdesheim gebührend begangen. Zu Nikolaus, dem 6. Dezember, findet um 10:00 Uhr die traditionelle Kinderbescherung in der Oberstraße statt.

Am darauffolgenden Sonntag begeht Assmannshausen den ehrwürdigen Schiffertag mit seiner Nikolauswallfahrt.

 

13. Dezember - Weihnachten wie bei Astrid Lindgren! - „Luzientag“ in Rüdesheim

Die Tage werden kürzer, die Abende länger, zwei Wochen lang nimmt das Licht noch ab. Die Schweden feiern in dieser Zeit Luzia, die „Leuchtende“. Das Fest der sizilianischen Heilige lag vor der Kalenderreform deutlich näher an der astronomischen Sonnenwende. Mit ihrem Fest beginnt die skandinavische Weihnacht. Sie endet Mitte Januar, am Fest von St. Knut, mit dem Tanz um den Weihnachtsbaum.

Traditionell steht am Luzientag die älteste Tochter des Hauses in aller Frühe auf, zieht ein weißes Kleid mit rotem Gürtel und eine Lichterkrone an, und weckt ihre Familie mit heißem Kaffee, Lussekatten, einem Safrangebäck, und Luzienliedern.

Diesen schönen Brauch greifen wir in diesem Jahr mit einem Luzien-Umzug am Sonntag, 13.12.2015, ab 18:30 Uhr auf. 

Zu Luzia wird ein skandinavischer Vorweihnachtstraum Wirklichkeit.

Zum Julbord, dem traditionellen skandinavischen Weihnachtbuffet, dürfen Spezialitäten aus Küche und Keller, Fisch, Schinken und Lindgrens Fleischbällchen, nicht fehlen.

Little Finland in der Drosselgasse bietet diese Spezialitäten.
Passend dazu gibt es Glögg, traditionellen skandinavischen Glühwein mit Mandeln und Rosinen.

Natürlich kommt Luzia zu Besuch.

Gelegenheit für Gäste und Familien, echte skandinavische Vorweihnacht á la Astrid Lindgren zu begehen

 

20. Dezember – Die Thomasnacht

Der Advent neigt sich, die Tage werden kürzer. Weihnachten rückt näher. Zeit, heimzukehren, damit es Weihnacht werden kann. Vier Tage vor Heiligabend, am 20. Dezember, feiert der Rüdesheimer Weihnachtsmarkt der Nationen Brauchtum aus Rheingau und Mittelrhein zur längsten Nacht, in alter Zeit dem Apostel Thomas, dem „Zweifler“, gewidmet.

Diese längste Nacht des Jahres wird seit Menschengedenken gefeiert. Monumente wie Stonehenge kennzeichnen den Punkt, an dem die Sonne nach der Wintersonnenwende aufgeht. Reiches Brauchtum kennzeichnet in unseren Breiten diesen Tag, überliefert von den Gebrüdern Grimm. Sie berichten von der Wilden Jagd, die zwischen den Jahren umging, und von Frau Holle. Andere Quellen halten die Gestalten dieser Nacht für Begleiter des St. Nikolaus aus barocken Nikolausspielen, für Kräfte und Schwächen im Menschen.

Wir bedienen uns aus beiden Quellen. Die Brüder Grimm, die viele ihrer Erzählungen und Bräuche aus nordhessischen Spinnstuben erhielten, steuern das Spinnstubenbrauchtum bei. Umherziehende Gestalten und Gaukelwerk erinnern an den Brauch des Klöckelns: Kinder und Burschen gehen verkleidet über Land, führen in Höfen und Häusern kleine Spiele auf, um Frohe Weihnachten zu wünschen.

Breuer's Schloss in der Drosselgasse bietet Spinnstubengedecke und Spezialitäten aus dem Land der Brüder Grimm. Der traditionelle Umzug mit Masken, Brauchtum und Feuergauklern beginnt um 18:30 Uhr auf dem Marktplatz an der Kirche, führt über die Rheinstraße und Drosselgasse an die Oberstraße, wo eine kleine Stärkung des Weihnachtsmarktes passend zum Spinnstubenbrauchtum wartet.

Der Umzug schließt um 20:00 Uhr am Markt mit leuchtenden Bildern
und „Frohe Weihnachten“ an alle Gäste.

 

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